Assistenz bei Demenz

Assistenz bei Demenz: Unterstützung im Alltag, Entlastung für Angehörige, Finanzierung über Pflegekasse und Eingliederungshilfe. Jetzt beraten lassen.

Stand: März 2026

Welche Assistenz gibt es bei Demenz?

In Deutschland leben rund 1,84 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung, etwa 106.000 davon sind jünger als 65 Jahre. Persönliche Assistenz hilft, so lange wie möglich im vertrauten Zuhause zu leben: Alltagsassistenz mit Tagesstruktur und Erinnerungshilfen, Freizeitassistenz für vertraute Hobbys und soziale Kontakte, Begleitung außer Haus und bei Bedarf 24-Stunden-Assistenz im Schichtsystem. Feste Bezugspersonen geben Halt, wenn das Gedächtnis nachlässt.

Eingliederungshilfe oder Pflegekasse: Was gilt bei Demenz?

Beide Systeme können greifen, oft in Kombination. Die Pflegeversicherung (SGB XI) bewertet bei Demenz auch die geistige Selbstständigkeit, viele Betroffene erreichen so einen Pflegegrad mit Pflegegeld, Sachleistungen und dem Entlastungsbetrag von 131 €/Monat. Die Eingliederungshilfe (SGB IX) ist nicht ans Alter gebunden und finanziert Teilhabeleistungen, gerade für jüngere Menschen mit Demenz. Der Vermögensfreibetrag liegt 2026 bei 71.190 €.

Wie entlastet Assistenz pflegende Angehörige?

Persönliche Assistenz verschafft Familien planbare Freiräume: feste Entlastungszeiten, Nutzung des Entlastungsbetrags von 131 € monatlich (§ 45b SGB XI), Verhinderungs- und Kurzzeitpflege aus dem gemeinsamen Jahresbudget von 3.539 € sowie Nacht- und Wochenendeinsätze bis zur 24-Stunden-Betreuung. Mehr für Angehörige. Sprechen Sie mit uns, wir planen die Assistenz gemeinsam mit der Familie.

Häufige Fragen: Assistenz bei Demenz

Haben Menschen mit Demenz Anspruch auf persönliche Assistenz?
Ja. Demenz kann sowohl einen Pflegegrad (SGB XI) als auch Leistungen der Eingliederungshilfe (SGB IX) begründen. Die Eingliederungshilfe ist nicht ans Alter gebunden. Entscheidend ist, wie stark Selbstständigkeit und Teilhabe eingeschränkt sind.
Was ist der Unterschied zwischen Betreuung und Assistenz bei Demenz?
Klassische Betreuung versorgt, persönliche Assistenz orientiert sich an den Gewohnheiten und Wünschen der betroffenen Person. Vertraute Routinen, feste Bezugspersonen und Aktivitäten nach eigenem Geschmack stehen im Mittelpunkt.
Welcher Pflegegrad ist bei Demenz üblich?
Das hängt vom Stadium ab. Menschen mit mittelschwerer Demenz erreichen häufig Pflegegrad 2 oder 3, bei schwerer Demenz mit Verhaltensauffälligkeiten sind Pflegegrad 4 oder 5 möglich. Die geistige Selbstständigkeit zählt seit 2017 gleichwertig.
Was kostet Assistenz bei Demenz?
Bei bewilligter Eingliederungshilfe und anerkanntem Pflegegrad tragen die Kostenträger die Kosten weitgehend. In der Eingliederungshilfe bleibt Vermögen bis 71.190 € geschützt, Partnereinkommen zählt nicht. AssistenzPlus rechnet direkt mit den Trägern ab.

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