Assistenzdienst

Was ist ein Assistenzdienst? Aufgaben, Kosten (33–45 €/Std.), Unterschied zum Arbeitgebermodell und Anbietersuche vor Ort. Kostenlose Beratung.

Von der AssistenzPlus-Fachredaktion · Stand: Juni 2026

Was ist ein Assistenzdienst?

Ein Assistenzdienst ist ein Anbieter, der persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderung organisiert. Er übernimmt Personalsuche, Einsatzplanung, Lohnabrechnung und die Abrechnung mit dem Kostenträger (Eingliederungshilfe oder Persönliches Budget). Die Assistenzkraft bleibt arbeitsrechtlich beim Dienst angestellt, arbeitet aber in Ihrem Sinne und nach Ihren Anweisungen.

Ein Assistenzdienst unterscheidet sich grundlegend von einem klassischen Pflegedienst: Der Assistenzdienst (SGB IX) setzt die Wünsche und Anweisungen des Assistenznehmers um. Der Pflegedienst (SGB XI) erbringt definierte Pflegeleistungen nach Behandlungsstandards.

Bei AssistenzPlus arbeiten wir nach dem Assistenz-Prinzip: Sie bestimmen, wann Ihre Assistenzkraft kommt, was sie tut und wie lange. Wir kümmern uns um Personal, Verträge, Lohnabrechnung und die Verwaltung mit LVR, LWL oder dem Sozialamt (RLP).

Welche Leistungen bietet ein Assistenzdienst?

Ein professioneller Assistenzdienst deckt alle Lebensbereiche ab. Die Leistungen lassen sich in fünf Kernformen gliedern: Alltagsassistenz (Haushalt, Einkauf, Körperpflege, Mobilität), Freizeitassistenz (Kultur, Sport, Reisen), 24-Stunden-Assistenz (Rund-um-die-Uhr-Versorgung), Elternassistenz (Eltern mit Behinderung) und Schulassistenz (Kinder im Unterricht).

Darüber hinaus organisieren wir Studienassistenz an Hochschulen und Arbeitsassistenz am Arbeitsplatz. Den Umfang bestimmen Sie selbst, von wenigen Stunden pro Woche bis zur 24-Stunden-Versorgung.

Was kostet ein Assistenzdienst?

Die Kosten für einen professionellen Assistenzdienst liegen in NRW zwischen 33 und 45 Euro pro Stunde. In Rheinland-Pfalz bewegen sich die Stundensätze in ähnlichen Bereichen. Der Preis variiert nach Qualifikation der Assistenzkraft, Tageszeit (Nacht- und Wochenendzuschläge) und Komplexität des Assistenzbedarfs.

Wichtig: Für Assistenznehmer entstehen keine direkten Kosten. Die Eingliederungshilfe (LVR, LWL oder dem Sozialamt (RLP)) übernimmt die vollständigen Kosten. Voraussetzung: Sie haben Anspruch auf Eingliederungshilfe und Ihr Vermögen liegt unter 71.190 € (Stand 2026, § 139 SGB IX).

Im Persönlichen Budget erhalten Sie ein monatliches Geldbudget direkt von Ihrem Kostenträger und beauftragen damit Ihren Assistenzdienst. Bei AssistenzPlus rechnen wir direkt mit Ihrem Kostenträger ab, sodass Sie sich um nichts kümmern müssen.

Assistenzdienst oder Arbeitgebermodell?

Sie haben zwei Wege, persönliche Assistenz zu organisieren: Im Arbeitgebermodell stellen Sie Ihre Assistenzkräfte selbst an, übernehmen alle arbeitsrechtlichen Pflichten (Verträge, Lohn, Sozialabgaben, Urlaub, Krankheitsvertretung). Vorteil: maximale Kontrolle. Nachteil: hoher Verwaltungsaufwand und volle Haftung.

Beim Assistenzdienst übernimmt ein professioneller Anbieter wie AssistenzPlus Personalsuche, Verträge, Lohnabrechnung und Vertretung. Vorteil: kein Verwaltungsaufwand, lückenlose Vertretung bei Ausfall. Sie behalten trotzdem die volle Mitbestimmung bei der Personalauswahl.

Viele Assistenznehmer wählen den Assistenzdienst, weil das Arbeitgebermodell mit erheblichem Verwaltungsaufwand verbunden ist. Es ist auch möglich, beide Modelle zu kombinieren: Eine Stammassistenz im Arbeitgebermodell, einen Assistenzdienst für Vertretungen.

Wie finde ich den richtigen Assistenzdienst?

Bei der Auswahl eines Assistenzdienstes sollten Sie auf folgende Kriterien achten:

AssistenzPlus erfüllt alle diese Kriterien. Wir bieten kostenlose Erstberatung und übernehmen die gesamte Antragstellung.

Unzufrieden mit dem aktuellen Dienst?

Ein Anbieterwechsel ist jederzeit möglich und Ihr gutes Recht. Die bewilligte Leistung bleibt bestehen, nur der Dienst ändert sich. Alle Schritte, Fristen und wie die nahtlose Übernahme funktioniert, erklären wir ausführlich auf unserer Seite Assistenzdienst wechseln.

Assistenzdienst vor Ort

AssistenzPlus ist als Assistenzdienst in ganz Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz aktiv. Unsere größten Einsatzorte:

Alle Einsatzorte finden Sie in der Standort-Übersicht.

Häufige Fragen: Assistenzdienst

Was ist der Unterschied zwischen Assistenzdienst und Pflegedienst?
Ein Assistenzdienst setzt Ihre Wünsche und Anweisungen um (Selbstbestimmungsprinzip nach SGB IX). Ein Pflegedienst erbringt definierte Pflegeleistungen nach Behandlungsstandards (SGB XI). Bei Assistenz bestimmen Sie, was, wann und wie. Bei Pflege entscheidet die Pflegekraft.
Wie viel kostet ein Assistenzdienst pro Stunde?
In NRW liegen die Stundensätze für professionelle Assistenz zwischen 33 und 45 Euro. Rheinland-Pfalz hat ähnliche Sätze. Die Kosten übernimmt der Kostenträger (LVR, LWL; in RLP das Land/LSJV) vollständig, wenn Sie Anspruch auf Eingliederungshilfe haben. Für Sie ist die Leistung kostenfrei.
Wer zahlt den Assistenzdienst?
Die Eingliederungshilfe übernimmt die Kosten: in NRW LVR oder LWL, in Rheinland-Pfalz das Land (LSJV, Antrag beim Sozialamt vor Ort). Voraussetzung: Anspruch auf Eingliederungshilfe und Vermögen unter 71.190 € (2026). Über das Persönliche Budget (§ 29 SGB IX) erhalten Sie ein Geldbudget und beauftragen den Dienst selbst.
Kann ich den Assistenzdienst wechseln?
Ja, jederzeit. Die komplette Anleitung mit Schritten und Fristen finden Sie auf unserer Seite "Assistenzdienst wechseln".
Was ist besser: Assistenzdienst oder Arbeitgebermodell?
Das Arbeitgebermodell bietet maximale Kontrolle, erfordert aber hohen Verwaltungsaufwand (Verträge, Lohn, Sozialabgaben, Vertretung). Ein Assistenzdienst nimmt diese Aufgaben ab. Sie behalten dennoch die Personalauswahl. Für die meisten Assistenznehmer ist der Dienst die einfachere Lösung.
In welchen Bundesländern arbeitet AssistenzPlus?
AssistenzPlus ist an 87 Einsatzorten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz aktiv, Einsätze sind deutschlandweit möglich. Wir arbeiten mit LVR (Rheinland), LWL (Westfalen-Lippe) und dem LWV Hessen zusammen; in Rheinland-Pfalz ist das Land Träger, Antrag und Bewilligung laufen über die Kreis- oder Stadtverwaltung vor Ort.
Was leistet ein Assistenzdienst konkret?
Ein Assistenzdienst übernimmt: Personalsuche, Vorstellungsgespräche, Arbeitsverträge, Lohnabrechnung, Sozialabgaben, Urlaubsplanung, Krankheitsvertretung, Dienstplanung, Abrechnung mit dem Kostenträger und Beratung zu rechtlichen Fragen. Sie bestimmen Inhalt und Zeit der Assistenz.
Wie lange dauert die Bewilligung für einen Assistenzdienst?
In NRW liegt die Bewilligungsdauer der Eingliederungshilfe zwischen 6 und 12 Wochen, je nach Kostenträger (LVR oder LWL). AssistenzPlus begleitet den gesamten Antragsprozess und bereitet alle Unterlagen vor, um die Dauer zu minimieren.

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