Assistenzdienst
Was ist ein Assistenzdienst? Aufgaben, Kosten (33–45 €/Std.), Unterschied zum Arbeitgebermodell, Anbietersuche und Wechsel. Kostenlose Beratung bei AssistenzPlus.
Stand: März 2026
Was ist ein Assistenzdienst?
Ein Assistenzdienst ist ein Anbieter, der persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderung organisiert. Er übernimmt Personalsuche, Einsatzplanung, Lohnabrechnung und die Abrechnung mit dem Kostenträger (Eingliederungshilfe oder Persönliches Budget). Die Assistenzkraft bleibt arbeitsrechtlich beim Dienst angestellt, arbeitet aber in Ihrem Sinne und nach Ihren Anweisungen.
Ein Assistenzdienst unterscheidet sich grundlegend von einem klassischen Pflegedienst: Der Assistenzdienst (SGB IX) setzt die Wünsche und Anweisungen des Assistenznehmers um. Der Pflegedienst (SGB XI) erbringt definierte Pflegeleistungen nach Behandlungsstandards.
Bei AssistenzPlus arbeiten wir nach dem Assistenz-Prinzip: Sie bestimmen, wann Ihre Assistenzkraft kommt, was sie tut und wie lange. Wir kümmern uns um Personal, Verträge, Lohnabrechnung und die Verwaltung mit LVR, LWL, LWV oder KVMYK.
Welche Leistungen bietet ein Assistenzdienst?
Ein professioneller Assistenzdienst deckt alle Lebensbereiche ab. Die Leistungen lassen sich in fünf Kernformen gliedern: Alltagsassistenz (Haushalt, Einkauf, Körperpflege, Mobilität), Freizeitassistenz (Kultur, Sport, Reisen), 24-Stunden-Assistenz (Rund-um-die-Uhr-Versorgung), Elternassistenz (Eltern mit Behinderung) und Schulassistenz (Kinder im Unterricht).
Darüber hinaus organisieren wir Studienassistenz an Hochschulen und Arbeitsassistenz am Arbeitsplatz. Den Umfang bestimmen Sie selbst, von wenigen Stunden pro Woche bis zur 24-Stunden-Versorgung.
Was kostet ein Assistenzdienst?
Die Kosten für einen professionellen Assistenzdienst liegen in NRW zwischen 33 und 45 Euro pro Stunde. In Hessen und Rheinland-Pfalz bewegen sich die Stundensätze in ähnlichen Bereichen. Der Preis variiert nach Qualifikation der Assistenzkraft, Tageszeit (Nacht- und Wochenendzuschläge) und Komplexität des Assistenzbedarfs.
Wichtig: Für Assistenznehmer entstehen keine direkten Kosten. Die Eingliederungshilfe (LVR, LWL, LWV oder KVMYK) übernimmt die vollständigen Kosten. Voraussetzung: Sie haben Anspruch auf Eingliederungshilfe und Ihr Vermögen liegt unter 71.190 € (Stand 2026, § 139 SGB IX).
Im Persönlichen Budget erhalten Sie ein monatliches Geldbudget direkt von Ihrem Kostenträger und beauftragen damit Ihren Assistenzdienst. Bei AssistenzPlus rechnen wir direkt mit Ihrem Kostenträger ab, sodass Sie sich um nichts kümmern müssen.
Assistenzdienst oder Arbeitgebermodell?
Sie haben zwei Wege, persönliche Assistenz zu organisieren: Im Arbeitgebermodell stellen Sie Ihre Assistenzkräfte selbst an, übernehmen alle arbeitsrechtlichen Pflichten (Verträge, Lohn, Sozialabgaben, Urlaub, Krankheitsvertretung). Vorteil: maximale Kontrolle. Nachteil: hoher Verwaltungsaufwand und volle Haftung.
Beim Assistenzdienst übernimmt ein professioneller Anbieter wie AssistenzPlus Personalsuche, Verträge, Lohnabrechnung und Vertretung. Vorteil: kein Verwaltungsaufwand, lückenlose Vertretung bei Ausfall. Sie behalten trotzdem die volle Mitbestimmung bei der Personalauswahl.
Viele Assistenznehmer wählen den Assistenzdienst, weil das Arbeitgebermodell mit erheblichem Verwaltungsaufwand verbunden ist. Es ist auch möglich, beide Modelle zu kombinieren: Eine Stammassistenz im Arbeitgebermodell, einen Assistenzdienst für Vertretungen.
Wie finde ich den richtigen Assistenzdienst?
Bei der Auswahl eines Assistenzdienstes sollten Sie auf folgende Kriterien achten:
- Regionale Präsenz: Der Dienst sollte in Ihrer Region aktiv sein. AssistenzPlus ist in 54 Standorten in NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz vertreten.
- Erfahrung mit Ihrem Kostenträger: LVR, LWL, LWV oder KVMYK.
- Selbstbestimmungsprinzip: Der Dienst sollte nach dem Assistenz-Prinzip arbeiten, nicht nach dem Pflege-Prinzip.
- Transparenz bei Kosten: Stundensätze, Zuschläge und Vertragsbedingungen sollten klar dokumentiert sein.
- Vertretung im Krankheitsfall: Klärung, wie ausfallende Assistenzkräfte ersetzt werden.
- Beratung zur Antragstellung: Ein guter Dienst hilft bei der Erstantragstellung und Bedarfsermittlung.
AssistenzPlus erfüllt alle diese Kriterien. Wir bieten kostenlose Erstberatung und übernehmen die gesamte Antragstellung.
Wie wechsele ich den Assistenzdienst?
Sie sind mit Ihrem aktuellen Assistenzdienst unzufrieden? Ein Wechsel ist jederzeit möglich. Der Prozess in fünf Schritten: 1. Aktuellen Vertrag prüfen (Kündigungsfristen meist 4 Wochen zum Monatsende). 2. Neuen Dienst kontaktieren. 3. Kostenträger informieren (LVR, LWL, LWV oder KVMYK). 4. Kündigung beim alten Dienst schriftlich einreichen. 5. Übernahme bestehender Assistenzkräfte, falls gewünscht.
AssistenzPlus organisiert lückenlose Übergänge ohne Versorgungsunterbrechung. Lesen Sie mehr unter Assistenzdienst wechseln.
Häufige Fragen: Assistenzdienst
- Was ist der Unterschied zwischen Assistenzdienst und Pflegedienst?
- Ein Assistenzdienst setzt Ihre Wünsche und Anweisungen um (Selbstbestimmungsprinzip nach SGB IX). Ein Pflegedienst erbringt definierte Pflegeleistungen nach Behandlungsstandards (SGB XI). Bei Assistenz bestimmen Sie, was, wann und wie. Bei Pflege entscheidet die Pflegekraft.
- Wie viel kostet ein Assistenzdienst pro Stunde?
- In NRW liegen die Stundensätze für professionelle Assistenz zwischen 33 und 45 Euro. Hessen und Rheinland-Pfalz haben ähnliche Sätze. Die Kosten übernimmt der Kostenträger (LVR, LWL, LWV oder KVMYK) vollständig, wenn Sie Anspruch auf Eingliederungshilfe haben. Für Sie ist die Leistung kostenfrei.
- Wer zahlt den Assistenzdienst?
- Die Eingliederungshilfe übernimmt die Kosten: in NRW LVR oder LWL, in Hessen der LWV, in Rheinland-Pfalz das KVMYK. Voraussetzung: Anspruch auf Eingliederungshilfe und Vermögen unter 71.190 € (2026). Über das Persönliche Budget (§ 29 SGB IX) erhalten Sie ein Geldbudget und beauftragen den Dienst selbst.
- Kann ich den Assistenzdienst wechseln?
- Ja, jederzeit. Kündigungsfristen liegen meist bei 4 Wochen zum Monatsende. Der Kostenträger muss informiert werden, die Bewilligung läuft mit dem neuen Dienst weiter. AssistenzPlus organisiert lückenlose Übergänge.
- Was ist besser: Assistenzdienst oder Arbeitgebermodell?
- Das Arbeitgebermodell bietet maximale Kontrolle, erfordert aber hohen Verwaltungsaufwand (Verträge, Lohn, Sozialabgaben, Vertretung). Ein Assistenzdienst nimmt diese Aufgaben ab. Sie behalten dennoch die Personalauswahl. Für die meisten Assistenznehmer ist der Dienst die einfachere Lösung.
- In welchen Bundesländern arbeitet AssistenzPlus?
- AssistenzPlus ist in 54 Standorten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz aktiv. Wir arbeiten mit LVR (Rheinland), LWL (Westfalen-Lippe), LWV (Hessen) und KVMYK (Rheinland-Pfalz) zusammen.
- Was leistet ein Assistenzdienst konkret?
- Ein Assistenzdienst übernimmt: Personalsuche, Vorstellungsgespräche, Arbeitsverträge, Lohnabrechnung, Sozialabgaben, Urlaubsplanung, Krankheitsvertretung, Dienstplanung, Abrechnung mit dem Kostenträger und Beratung zu rechtlichen Fragen. Sie bestimmen Inhalt und Zeit der Assistenz.
- Wie lange dauert die Bewilligung für einen Assistenzdienst?
- In NRW liegt die Bewilligungsdauer der Eingliederungshilfe zwischen 6 und 12 Wochen, je nach Kostenträger (LVR oder LWL). AssistenzPlus begleitet den gesamten Antragsprozess und bereitet alle Unterlagen vor, um die Dauer zu minimieren.
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