Niedersachsen macht's vor: Aktionsplan Inklusion zeigt erste Erfolge
Niedersachsen hat im Rahmen seines Aktionsplans Inklusion Bilanz gezogen, und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Von den insgesamt 97 geplanten Maßnahmen wurden bereits über ein Viertel vollständig umgesetzt. Das Land setzt damit ein deutliches Zeichen für die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Was wurde erreicht?
Der Aktionsplan umfasst Maßnahmen in sieben zentralen Handlungsfeldern:
- Barrierefreies Bauen und Wohnen: Neue Förderprogramme für barrierefreien Umbau von Bestandsgebäuden. Über 3.200 Wohnungen wurden seit 2024 gefördert.
- Inklusive Bildung: Mehr Schulbegleiter, bessere Ausstattung von Regelschulen und neue Fortbildungsangebote für Lehrkräfte.
- Arbeit und Beschäftigung: Ausbau der Inklusionsbetriebe um 15%. Neue Kooperationen zwischen Werkstätten und dem ersten Arbeitsmarkt.
- Mobilität: Investitionen in barrierefreien ÖPNV. Bis 2028 sollen alle Bushaltestellen in Niedersachsen barrierefrei sein.
- Gesundheit: Pilotprojekte für barrierefreie Arztpraxen und medizinische Versorgungszentren.
Vorbild für andere Bundesländer?
Niedersachsen ist nicht das einzige Bundesland mit einem Aktionsplan, aber eines der wenigen, das messbare Fortschritte vorweisen kann. Andere Länder wie Bayern oder Baden-Württemberg haben ähnliche Programme, hinken bei der Umsetzung aber hinterher.
Besonders positiv: Niedersachsen hat Menschen mit Behinderung direkt in die Entwicklung und Evaluation der Maßnahmen einbezogen. Das Motto „Nichts über uns ohne uns“ wird hier ernst genommen.
Kritik: Noch viel zu tun
Trotz der Fortschritte gibt es auch Kritik. Behindertenverbände bemängeln, dass insbesondere bei der digitalen Barrierefreiheit und bei der Persönlichen Assistenz im ländlichen Raum noch großer Nachholbedarf besteht.
Auch die Finanzierung bleibt eine Herausforderung: Viele Maßnahmen sind projektbasiert finanziert und damit zeitlich begrenzt. Eine dauerhafte Verankerung im Landeshaushalt wird gefordert.
Was bedeutet das für NRW?
In Nordrhein-Westfalen, wo AssistenzPlus tätig ist, gibt es ebenfalls einen Aktionsplan „Eine Gesellschaft für alle, NRW inklusiv“. Die Umsetzung wird regelmäßig evaluiert, allerdings mit weniger transparenten Fortschrittsberichten als in Niedersachsen.
Unser Engagement: Als Assistenzdienst setzen wir uns täglich dafür ein, dass Inklusion nicht nur auf dem Papier steht. Ob Arbeitsassistenz, Freizeitassistenz oder Alltagsbegleitung, wir unterstützen Menschen mit Behinderung dabei, selbstbestimmt zu leben.
Möchten Sie mehr über unsere Arbeit erfahren? Nehmen Sie Kontakt auf oder informieren Sie sich über unsere Leistungen. Wir suchen außerdem engagierte Assistenzkräfte, die Teil unserer Mission werden möchten.