Assistenz nach Schlaganfall

Persönliche Assistenz nach Schlaganfall: Hilfe bei Halbseitenlähmung und Aphasie, Brücke nach der Reha, Finanzierung über Eingliederungshilfe.

Von der AssistenzPlus-Fachredaktion · Stand: Juni 2026

Welche Assistenz gibt es nach einem Schlaganfall?

Rund 270.000 Menschen erleiden in Deutschland jährlich einen Schlaganfall. Er ist die häufigste Ursache für erworbene Behinderungen im Erwachsenenalter: Etwa 60 Prozent der Betroffenen sind ein Jahr danach weiter auf Therapie, Hilfsmittel oder Unterstützung angewiesen.

Persönliche Assistenz setzt dort an, wo bleibende Einschränkungen den Alltag erschweren:

Kontaktieren Sie uns am besten schon während der Reha, dann steht die Assistenz bei der Entlassung bereit.

Warum ist die Zeit nach der Reha entscheidend?

Nach der neurologischen Rehabilitation kommt für viele Betroffene der schwierigste Moment: die Rückkehr nach Hause. Therapien werden seltener, das Klinikteam fällt weg, und der Alltag stellt Aufgaben, die im geschützten Reha-Rahmen kein Thema waren.

Persönliche Assistenz schließt genau diese Lücke:

Je früher die Assistenz beantragt wird, desto nahtloser gelingt der Übergang. Der Sozialdienst der Reha-Klinik und AssistenzPlus können den Antrag gemeinsam vorbereiten.

Wie wird Assistenz nach Schlaganfall finanziert?

Die Finanzierung kombiniert je nach Bedarf mehrere Träger:

Die Stundensätze für Assistenz über einen Assistenzdienst liegen in NRW bei 33 bis 45 €. Für Assistenznehmer mit bewilligter Eingliederungshilfe ist die Leistung in der Regel kostenfrei, AssistenzPlus rechnet direkt mit dem Kostenträger ab. Lassen Sie Ihre Ansprüche kostenlos prüfen.

Wie beantragen Sie Assistenz nach einem Schlaganfall?

Der Antrag läuft in vier Schritten, bei denen AssistenzPlus jeweils unterstützt:

Parallel lohnt der Blick auf den Schwerbehindertenausweis: Nach einem Schlaganfall mit bleibenden Ausfällen wird häufig ein GdB von 50 oder mehr anerkannt, mit Merkzeichen je nach Einschränkung.

Häufige Fragen: Assistenz nach Schlaganfall

Habe ich nach einem Schlaganfall Anspruch auf persönliche Assistenz?
Ja, wenn bleibende Einschränkungen Ihre Teilhabe wesentlich beeinträchtigen. Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache erworbener Behinderung im Erwachsenenalter. Reha-Berichte und ärztliche Stellungnahmen belegen den Bedarf gegenüber der Eingliederungshilfe.
Hilft Assistenz auch bei Aphasie (Sprachstörung)?
Ja. Die Assistenz unterstützt bei Telefonaten, Terminen und Behördengängen, gibt Zeit zum Formulieren und entscheidet nie über den Kopf der Betroffenen hinweg. Kommunikationsregeln werden gemeinsam festgelegt. Logopädie wird ergänzt, nicht ersetzt.
Kann Assistenz das Pflegeheim ersetzen?
In vielen Fällen ja. Mit einer 24-Stunden-Assistenz im Schichtsystem ist auch nach schweren Schlaganfällen ein Leben im eigenen Zuhause möglich. Die Finanzierung läuft über Eingliederungshilfe und Pflegekasse. Entscheidend ist eine realistische Bedarfsermittlung.
Wann sollte ich die Assistenz beantragen?
Idealerweise noch während der Rehabilitation. Der Sozialdienst der Klinik und AssistenzPlus bereiten den Antrag gemeinsam vor, damit die Unterstützung bei der Entlassung bereitsteht. Ein formloser Antrag beim Kostenträger wahrt die Frist, Unterlagen können nachgereicht werden.
Welchen GdB gibt es nach einem Schlaganfall?
Das hängt von den bleibenden Ausfällen ab. Bewertet werden unter anderem Lähmungen, Sprachstörungen und kognitive Einschränkungen nach den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen. Bei deutlichen Halbseitenlähmungen oder Aphasie wird häufig ein GdB von 50 oder mehr festgestellt.

Kostenlose Beratung anfragen | Persönliches Budget Info-Zentrum